Projekt "Express Computer Training Center"

Der jahrzehntelange Bürgerkrieg in Südsudan hat viele Bereiche der Gesellschaft zerstört, die Dörfer verwüstet, Millionen Menschen vertrieben und Familien auseinander gerissen. Jegliche Infrastruktur im Gesundheits- und Bildungswesen, Transport und Verkehr sowie im politischen Leben ist gründlich zerstört.

Die Idee, Bildung und Ausbildung für die Menschen aus Südsudan (wieder) zu ermöglichen, hatten wir schon vor der Gründung von Initiative Südsudan als Verein - und vor allem schoh lange vor dem Abschluss des Friedensabkommens. daher mussten wir im friedlichen Nachbarland Uganda beginnen. Die dortige Regierung ließ Unterstützung für Flüchtlinge aus Südsudan zu. Mit hier gesammelten Geräten und Maschinen (Werkzeug, Nähmaschinen, Maschinen zur Holz- und Metallbearbeitung, etc.) wollten wir beginnen. Eine erste Spende von sieben (!) Computern einer Firma aus Bayern ermutigte uns, den Plan tatsächlich in Angriff zu nehmen.

Wir nahmen mit verschiedenen Menschen in Südsudan und Uganda Kontakt auf und überlegten gemeinsam, wie eine Schule oder ein Bildungszentrum aussehen könnte. Wir prüften den Bedarf und fanden einen südsudanesischen Priester im ugandischen Exil, der die Umsetzung vor Ort übernahm.

Aufgrund seines Interesses an Computerbildung hatte er gerade eine Fortbildung zum Hardware Spezialisten und Systemadministrator hinter sich. Die Installation der Geräte wie auch die Organisation des Unterrichts waren für ihn Aufgaben, denen er sich mit viel Engagement und Kompetenz annahm. Wir waren freudig überrascht, dass nur vier Wochen nach unserer ersten Lieferung der Unterricht mit drei Lehrkräften begann.
hoxel