Darfur

Widerstand der Marginalisierten

Unterdrückung und den Widerstand dagegen gab es und gibt es in allen Teilen des Sudan, die von afrikanischer Bevölkerung bewohnt sind. Der Krieg in Darfur ist seit 2003 in den Schlagzeilen, als der Führer einer der Widerstandsgruppen den bewaffneten Widerstand öffentlich verkündet hat. Zu diesem Zeitpunkt eskalierte der Terror der Regierung und ihrer Milizen, häufig als Janjaweed bezeichnet. Dörfer wurden bombardiert, überfallen und niedergebrannt, mit dem Ziel die Menschen zu vertreiben. Der Regierung war daran gelegen möglichst schnell den Widerstand niederzuschlagen und ihr Klientel im nicht-arabischen Darfur zu fördern. Zeitgleich wurden mit der Widerstandsbewegung Südsudans Friedensverhandlungen geführt.

Wenig Aufklärung

Ähnlich verwirrend wie für den Bürgerkrieg in Südsudan werden von vielen - auch deutschen - Medien die Fronten auch bezüglich der Auseinandersetzungen in Darfur dargestellt. Wem gedient ist damit, dass ein Leser die Motive und Drahtzieher dieses Krieges nicht versteht, bleibt dahin gestellt. Vermutlich wird es jedoch den Tätern nützen, wenn sie und ihre Taten nicht klar benannt werden, wenn die Opfer nicht zur Sprache kommen und die Verhältnisse als undurchschaubar beschrieben werden.

Das 'Who is who' im bewaffneten Widerstand in Darfur

... benennt ein Artikel der BBC aus der Zeit vor der Unterzeichung des Darfur Peace Agreement (DPA).
Sehr gute Analysen der Situation, des jeweiligen Standes der Verhandlungen und der Kriegsparteien liefert die International Crisis Group wie auch das neue Buch von Gérard Prunier "Darfur. Der uneindeutige Genozid".
hoxel